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Waldbegehung Frühjahr 2025 im Revier Bickenbach II („Oberjagd“)
Im Frühjahr fand im Gemeindewald Bickenbach, im Bereich der „Oberjagd“ eine Begehung mit zahlreichen waldinteressierten Teilnehmern statt.
Der Fokus lag auf den Wirkungen der Jagd auf die Waldentwicklung und der Frage:
„Was kann eine an den Eigentümerzielen orientierte Jagd für die Gesellschaft leisten?“
Um den gesetzlichen Bestimmungen, der freiwilligen Selbstverpflichtung (Zertifizierung) und der waldbaulichen Zielsetzung der Ortsgemeinde Bickenbach zu entsprechen, wird die Jagd seit dem 01.04.2023 durch das Unternehmen Pro Jagdkonzept organisiert.
Ziel der Jagdgenossenschaft Bickenbach ist es, Schäden in der Landwirtschaft zu verhindern und einen Altersklassenwald als klimastabilem Dauerwald mit einer Vielzahl von natürlich verjüngten Baumarten zu entwickeln. Ein arten- und strukturreicher Wald kann sich deutlich besser an klimatische Veränderungen anpassen und bildet ein stabiles Ökosystem.
Ein solches Ökosystem ist Daseinsvorsorge für aktuelle und zukünftige Generationen.
Nach dem zweiten Jahr der Veränderung ist es offensichtlich, dass die vorgenommene Anpassung der Wildtierbestände an den Lebensraum zur Regeneration des Waldes und zu einer deutlichen Verbesserung des Lebensraumes für die Wildtiere selbst beigetragen hat.
Es waren in vielen Bereichen des Gemeindewaldes naturverjüngte, nicht verbissene Baumarten ohne Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Eiche und die Weißtanne, zu sehen. In den noch verbleibenden Fichtenwäldern wurden einige Baumarten gepflanzt, um die Entwicklung hin zu einem klimastabileren Mischwald zu beschleunigen. Auch diese Pflanzungen ohne Schutzmaßnahmen wiesen keine relevanten Verbiss-Schäden auf und haben sich positiv entwickelt. Im Jahr 2025 wurden weitere 7791 Bäume im Gemeindewald Bickenbach gepflanzt.
Im Anschluss an die Wanderung durch den Gemeindewald hielt der verantwortliche Jäger, Herr Martin Latz, im Gemeindehaus einen Vortrag. In diesem wurden unter anderem die Ziele der Jagdgenossenschaft Bickenbach und das angewendete Bejagungskonzept vorgestellt. Danach wurden die erreichten Ziele evaluiert und die Thematik Zielwilddichte und Abschussplanung erläutert.
Zum Abschluss wurde die Revierwelt- App, die der Organisation des Jagdbetriebes dient, vorgestellt und praktische Tipps zur der Bewegungsjagdinfrastruktur und zur Ansitzjagd gegeben.
Wir freuen uns, dass unser Angebot die regionale Vernetzung durch offene Veranstaltungen zu fördern und einen Wissenstransfer in Bereichen nachhaltiger Entwicklungen zu ermöglichen, so zahlreich angenommen wurde.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden und Verantwortlichen für das Interesse und Engagement.
Marco Mohr
Ortsbürgermeister und Jagdvorstand